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Pferdesteuer: welche Gemeinden sie erheben — und wie du sie sauber abrechnest

Hessen, Rheinland-Pfalz, Bayern: über 30 Gemeinden in Deutschland erheben Pferdesteuer. Wer zahlt sie, wie wird sie verbucht, und welche Pflichten hat der Reitstall.

Die Pferdesteuer ist eine kommunale Steuer, die das Halten eines Pferdes als Freizeitaktivität besteuert. Sie wird seit 2013 in einer wachsenden Zahl deutscher Gemeinden erhoben und liegt zwischen 45 € und 700 € pro Pferd und Jahr.

Wer zahlt die Pferdesteuer

Steuerschuldner ist der Pferdebesitzer, nicht der Reitstall. Aber: der Stall trägt die Verantwortung für die Erfassung und ggf. Meldung an die Gemeinde, je nach Satzung.

Befreit sind:

  • Pferde aus Zucht oder Landwirtschaft (Kommerz)
  • Pferde der Reitschule (Schulpferde)
  • Pferde von Profisportlern (im Wettkampf)
  • Therapiepferde / Pferde der Hippotherapie

Steuerpflichtig sind in der Regel:

  • Pensionspferde von privaten Besitzern
  • Reitbeteiligungen (Halter trägt die Steuer)
  • Pferde mit ausschließlicher Freizeitnutzung

Welche Gemeinden erheben sie

In Deutschland aktuell ca. 35 Gemeinden, darunter:

  • Hessen: Bad Sooden-Allendorf, Kirchhain, Schmitten
  • Rheinland-Pfalz: Mertesdorf, Hellertshausen
  • Niedersachsen: Schwarmstedt
  • Bayern: einige Gemeinden im Osten

Einige Sätze:

  • Bad Sooden-Allendorf: 200 €/Pferd/Jahr
  • Kirchhain: 150 €/Pferd/Jahr
  • Schmitten: 700 €/Pferd/Jahr (höchster Satz in Deutschland)

Was der Reitstall liefern muss

Jährlich (meist 31. Januar):

  • Liste aller Pferde mit Halter
  • Verwendungszweck (Sport, Freizeit, Schule, Zucht)
  • Aufenthaltsdauer im Stall

Häufige Konflikte

Reitbeteiligung als Steuerverkürzung

Manche Halter melden ihr Privatpferd als Reitbeteiligung an die Reitschule, um Pferdesteuer zu sparen. Wenn die Gemeinde das prüft und der Stall keine Belege hat (Vertrag, Zahlungen), gibt es Ärger für beide Seiten.

Falsche Klassifizierung

Ein Sportpferd, das selten zu Turnieren geht, ist steuerlich Freizeitpferd. Ein Therapiepferd, das nur einmal pro Woche eingesetzt wird, ist auch fraglich. Klare Belege helfen.

Eigentümerwechsel

Verkauf während des Jahres: meist anteilig, je nach Satzung. Der Stall muss den Wechsel innerhalb von 4 Wochen melden.

Wie Hovera hilft

Im Stammdatenblatt jedes Pferdes: Halter, Nutzungsart, Steuerstatus. Automatisches Reporting der pferdesteuerpflichtigen Pferde mit Halterdaten zum Stichtag. Erinnerungen vor der jährlichen Meldung. Halter bekommen eine Vor-Information, dass sie eine Steuerbescheinigung benötigen.

Pferdedaten verwalten — kostenlose Demo.